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Happy Mom - Gastbeitrag von Pamela Gustavus

Hinter zahlreichen Eltern liegen bis zu sechs Wochen ohne Schule und Kita. Zahlreiche Eltern werden das genossen haben: kein Zeitdruck, kein morgendliches quälendes Kinderwecken, keine Hausaufgabenbeaufsichtigung, keine Brotdosen, kein Lernen für Tests und Klausuren, keine Zettel in der Postmappe zum Ausfüllen. Und wahrscheinlich werden ebenso zahlreiche Eltern (und vielleicht sogar genau dieselben Eltern) das Ende der Sommerferien herbeigesehnt haben: endlich wieder Struktur, das Ende vom Schlendrian, die Rückkehr zur Arbeit, das Sprechen mit anderen Erwachsenen, keine sich langweilenden und Entertainment fordernden Kinder, die abends bis in die Puppen aufbleiben, mal wieder ein bisschen Zeit alleine mit sich selbst verbringen. Urlaub mit Kindern ist definitiv etwas anderes als Urlaub mit Kindern – mal lustiger, mal anstrengender, mal schöner, mal umständlicher.  Gibt es etwas Ambivalenteres als das Elternsein?

 

Und jetzt beginnen das neue Schuljahr und das neue Kitajahr und für viele Kinder überhaupt der Start in die Schule und die Kita. Für viele Kinder und Eltern ist das aufregend, für andere ein Grund zur Freude und für viele sehr Energie raubend. Für die mit Startschwierigkeiten nach den Sommerferien, Einschulung, Schul- und Kitalltag, Eingewöhnung, Umgewöhnung und Rückkehr aus der Elternzeit beschäftigten Mütter veranstalten meine Kollegin Claudia Hildebrandt und ich im September einen Workshop. 

 

Wir haben ihn „Happy Mom“ genannt, weil wir uns wünschen, dass am Ende dieses Tages lauter glückliche Frauen nachhause gehen, die ihre Kraftquellen, ihre Stärken und ihre Einzigartigkeit kennen. Damit sie wieder gewappnet sind für das oftmals turbulente Familienleben zwischen Elternabenden, Diskussionen, Brotdosen und ganz viel Chaos, Liebe, Tränen und Lachen.

 

Mit Übungen aus der positiven Psychologie, der Burnout-Prävention und dem systemischen Coaching beleuchten wir, warum jede einzelne Mutter genau die richtige Mutter für ihr/e Kind/er ist und wie es möglich ist, im Alltag mehr Erfüllung zu finden und auch mit belastenden Situationen gelassener umzugehen. 

 

Unabhängig von einem hoffentlich inspirierenden und intensiven Gruppenerlebnis, kann natürlich auch ein Einzelcoaching eine gute Idee sein, um sich individuell mit Themen wie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, dem Hineinwachsen in die Rolle der Mutter oder des Vaters und den eigenen Erwartungen an sich selbst als Elternteile zu beschäftigen.

 

Es gibt so viele mögliche Antworten wie Elternteile auf Fragen wie:

 

·      Welche Mutter / welcher Vater möchte ich sein?

·      Sind meine Ansprüche an mich und an meine Familie realistisch?

·      Was macht das Elternsein mit uns als Paar?

·      Welche Werte möchte ich meinem Kind vermitteln?

·      Was ist das Großartigste, das unsere Familie zu bieten hat?

·      Welche Vorbilder habe ich für mein Muttersein / mein Vatersein?

·      Was brauche ich, um eine gute Mutter / ein guter Vater zu sein?

·      Was ist überhaupt eine gute Mutter / ein guter Vater?

 

Denn feststeht: Kinder beim Großwerden zu begleiten, ist eine sehr herausfordernde, manchmal schlichtweg erschöpfende, aber immer lohnende Aufgabe. Sie sorgt für Freude, Überforderung, persönliche Weiterentwicklung, Verzweiflung und tiefes Glück – manchmal alles innerhalb einer Stunde. Und wenn sich Führungskräfte begleiten und coachen lassen, um der Verantwortung ihrer Position gerecht zu werden dann kann das auch für Eltern so verkehrt nicht sein, oder?